Die Gesundheitspflege

Wer kann diese Sozialleistung beziehen?

Sie selbst als Selbstständiger, Ihre Ehepartner, wenn er zu Ihren Lasten ist, Ihre Kinder, die zu Ihren Lasten sind, hinterbliebene Ehepartner und deren Kinder, Vollwaisen, die Kindergeld beziehen, sowie Personen, die im Regime der Selbstständigen pensioniert sind.

Unter welchen Bedingungen?

Sie müssen:

  1. Mitglied einer Krankenkasse sein;
  2. die Beiträge des vergangenen Jahres beglichen haben.

Als Selbstständiger zahlen Sie Ihre Pflichtbeiträge für die gesetzlichen Kranken- und Invalidenversicherung nicht direkt an die Krankenkasse, sondern – zusammen mit den Beiträgen für die Alterpension und Familienzulagen – an Ihre Sozialversicherungskasse.

Welche Risiken sind gedeckt?

Durch Zahlung dieser Pflichtbeiträge sind Sie gegen die sogenannten “Großen Risiken” in der Gesundheitspflege versichert:

  • Krankenhausaufenthalt;
  • Röntgenaufnahmen;
  • alle notwendigen chirurgischen Eingriffe;
  • einige von Spezialisten durchgeführte Behandlungen;
  • Arzt- und Entbindungskosten bei einer Geburt, Rehabilitationsleistungen;
  • Rückerstattung Kosten für die Grippeimpfung für alle Selbstständigen;

Der Ministerrat vom 22. März 2006 hat eine komplette Integrierung der Gesundheitspflege “Kleine Risiken” in die Pflichtversicherung der Sozialen Sicherheit der Selbstständigen entschieden. Die Verstärkung des Sozialstatuts findet in 2 Schritten statt:

Ab dem 1.Juli 2006:
Die Abdeckung der kleinen Risiken wird obligatorisch für die Starter (Selbstständige, die ihre Tätigkeit ab diesem Datum ausüben) sowie für Rentner, die das garantierte Einkommen für betagte Personen (GRAPA) beziehen. Die Betroffenen kommen kostenlos in den Genuss dieser Versicherung.

Ab dem 1. Januar 2008:
Die Kleinen Risiken (z.B. Arztkonsultation und Hausbesuche, Leistungen der Krankenpflege und der Heilgymnastik, Arzneimittel, Zahnbehandlungen, usw.) werden in die Pflichtversicherung für Selbstständige aufgenommen.
Mit dieser Reform werden die Kosten für die Selbstständigen im allgemeinen unverändert bleiben und die Rechte in der Gesundheitspflege verbessert.
Ab dem 1. Januar 2008 wird die Sozialversicherungskasse leicht erhöhte Beiträge verlangen (zu einem Basiszinssatz von 22 % anstelle von 19,65 %), da die gesetzliche Absicherung nun auch die Kleinen Risiken beinhaltet.  Im Gegenzug entfällt die Beitragszahlung für die Freiversicherung bei der Krankenkasse.
Der Gesetzestext, der am 28. November 2007 in der Kammer verabschiedet wurde, ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung des Sozialstatuts der Selbstständigen.
Im Rahmen der Gesundheitspflege erhalten die Selbstständigen die gleiche Abdeckung wie die Arbeitnehmer.  Die Arbeitgeberorganisationen begrüßen diese positive Entwicklung.

Die Sonderversicherung:
Als Mitglied einer Freiversicherung haben Sie bei den meisten Krankenkassen automatisch Anrecht auf verschiedene Dienste der Sonderversicherung.

Die Sonderversicherung ermöglicht die Erstattung verschiedener Leistungen, die nicht oder nur teilweise durch die gesetzliche Krankenversicherung gedeckt sind:

  • Kosten für Krankentransport
  • Verschiedene Leistungen für Gesundheitspflege (Logopädie, Psychologie, ...)

Der Großteil Ihres Beitrages bei der Freiversicherung (der Teil des Beitrages, der für die Erstattung der Gesundheitspflege beansprucht wird) ist steuerlich absetzbar. Die entsprechende Bescheinigung für die Steuererklärung wird Ihnen automatisch von Ihrer Krankenkasse zugeschickt.

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